Ortsnetz-Auslastung
Ortsnetze gemeinsam sichtbar machen.
Ortsnetz-Auslastung ist ein Community-Projekt für mehr Transparenz über Spannungen, Netzfrequenz und PV-Ertrag in Orts- und Niederspannungsnetzen.
Warum?
Im Energietreff diskutieren wir regelmäßig über die Auslastung der Stromnetze, insbesondere der Orts- und Niederspannungsnetze. Häufig heißt es, dass hohe PV-Einspeisung an sonnigen Tagen bei geringem Verbrauch die Netze stark belastet. Während für Mittelspannungsnetze Daten verfügbar sind, gibt es auf Ortsnetzebene kaum öffentlich zugängliche Informationen.
Das Projekt sammelt freiwillig übermittelte Messwerte und visualisiert sie auf einer Karte. So entsteht nach und nach ein regionales Bild, das PV-Erzeugung und die tatsächliche Situation in Ortsnetzen transparenter macht.
So funktioniert es
- 1. MessenEin Smart Meter an der PV-Anlage liefert die Phasenspannungen und Netzfrequenz am eigenen Hausanschluss.
- 2. ÜbertragenEin unterstütztes System sendet die Werte alle fünf Minuten an die API.
- 3. VerstehenDie Karte zeigt Spannungsstatus, Netzfrequenz und den spezifischen PV-Forecast-Ertrag.
Was zeigt die Karte?
Ein Ampelsystem macht Auffälligkeiten direkt sichtbar: erhöhte Spannungen werden gelb, kritische Spannungen rot dargestellt. Die Markergröße steht für den spezifischen Tagesertrag der PV-Anlage in kWh/kWp/Tag. Damit lässt sich neben der Netzspannung auch erkennen, wie hoch der erwartete PV-Ertrag in einer Region ist.
Zusätzlich werden die lokale Netzfrequenz und die Spannungsverläufe der vergangenen 24 Stunden gezeigt.
Mitmachen
Mitmachen kann jede Person mit einer PV-Anlage oder einem Balkonkraftwerk und einem Smart Meter, das die Netzspannungen am Hausanschluss liefert. Weitere Datenerfassungswege sind vorgesehen, zum Beispiel Smart Meter mit Lesekopf des Netzbetreibers, Spannungsmessungen über eine USV oder weitere geeignete Quellen.
Voraussetzung ist ein System wie Home Assistant, Shelly, ioBroker, Node-RED, openHAB oder ein eigenes Script, das Messwerte an die Ortsnetz-Auslastung-API übermittelt.
Datenschutz
Die öffentliche Karte rastert jeden Messpunkt auf etwa 100 Meter. Dadurch ist kein einzelnes Haus auf der Karte identifizierbar. Details zu Datenverarbeitung, Aufbewahrung und Methodik stehen unter Methodik, Datenerfassung & Datenschutz.